Perspektivische Anmerkungen zu den Kämpfen im Iran und in der BRD

Iran Protests Analysis
Iran Protests Analysis

Redaktion

Am Sturz des Schah waren 1979 maßgeblich anti-imperialistische und sozialistische Kräfte beteiligt und sie standen kurz davor, die Revolution siegreich zu beenden. Um das zu verhindern setzten die imperialistischen Kräfte, USA und die europäischen Kernstaaten, das islamische Mullahregime unter Khomeini ein. Dieser Fakt wird von den Herrschenden heute oft unterschlagen.

Die Rolle der BRD

Deutschland ist heute der größte Handelspartner des Iran in Europa und der drittgrößte weltweit. Dadurch wird u. a.der iranischen Repressionsapparat finanziert. Das Regime kann nur aufgrund dieser finanziellen Stärkung auf den Beinen gehalten werden.
Die BRD war auch das erste NATO-Land gewesen, das 1984 wieder diplomatische Beziehungen zum Iran aufgenommen hatte und Frank Walter Steinmeier habe 2019 dem Regime sogar zum vierzigjährigen Bestehen gratuliert.
Nach dem Mord an Jina Mahsa Amini schrieb die FAZ am 26.9.2022 u. a.: „Die Islamische Republik in der Sackgasse“. Was die Zeitung des Großkapitals damit sinngemäß meinte, dass das Regime durch den Mord die breite Loyalität gegenüber der Bevölkerung verloren hat und deshalb die Ordnung für die westliche Profite nicht mehr garantieren kann. Somit versuchen USA und die EU jetzt einen anderen Machthaber für ihre Interessen zu installieren. Propagandistisch verschleiern dabei die Medien, dass die Völker des Irans keine liberalen Frauenrechte, sondern einen Systemwechsel – eine Revolution – anstreben.
So wird in derselben Zeitung vom 23.01.2023 berichtet, das versucht wird Reza Pahlawi, den Sohn des letzten Schahs, als Sprecher für die gesamte Opposition Irans aufzubauen. Das hat Ähnlichkeiten mit 1979, als ein neues reaktionären Regimes eingesetzt wurde, das die Interessen des Nordens vertritt. Dé·jà-vu!

Was dagegen tun?

Es muss vor allem von den antagonistischen Kräften in der BRD versucht werden, möglichst zusammen mit den sozialistischen Exilkräften aus dem Iran, die Rolle der herrschenden Klasse hier auf allen Ebenen politisch anzugreifen. Ziel sollte damit sein, so einen revolutionären Umbruch im Iran zu forcieren.
Sollte das Gelingen, hätte das auch auch bei uns „im Herzen der Bestie„ positive Auswirkungen!
Das wäre eine gute Basis für einen neuen Aufbruch für unsere Befreiung, auch hier!

Beides ein Kampf!
Wahrer Internationalismus!