Geschichtsschreibung und bewaffneter Kampf – die RAF als Ikone?

Ron Augustin

Überarbeitete Fassung eines Vortrags an der Uni Amsterdam im Juni 2016

In jeder Epoche muss versucht werden, die Überlieferung von neuem dem Konformismus abzugewinnen, der im Begriff steht, sie zu überwältigen.

Walter Benjamin

Die Geschichte der RAF umfasst einen Zeitraum von 30 Jahren. Es gibt zahllose Blickwinkel, unter denen die RAF und dieser Zeitraum dargestellt werden können, und grundsätzlich würde ich deren Legitimität auch nicht infragestellen (solange sie nicht bewusst als Waffe im Kampf um die Deutungshoheit konzipiert sind), aber ich denke dass jeder von ihnen letztlich auf nur einen von zwei Ausgangspunkten zurückzuführen ist.
Dem einen entspricht eine distanzierte Vorgehensweise, aus der Ergebenheit und Identifikation mit den bestehenden Verhältnissen. Sie soll so oder so einen bestimmten Konformismus legitimieren und zeichnet sich durch Sensationsgier, Voyeurismus, Sex & Crime und Oberflächlichkeit aus, losgelöst vom realen und politischen Zusammenhang.
Der andere Ausgangspunkt, der wie auch immer um Tiefe und Authentizität bemüht ist, kommt aus einem Engagement, d.h. aus dem Interesse, etwas zu lernen – das nicht immer einen direkt praktischen Bezug haben muss, das aber trotzdem aus einem mehr oder weniger konkreten Interesse an sozialer Veränderung entsteht, in dem Maß in dem nicht schon von vornherein eigene Positionen gegen vermeintlich andere verteidigt werden sollen. Also eher aus einer Perspektive von Widerstand – auch wenn das eine eigene und andere Entwicklung ist als die unsere.
In der offiziellen Geschichtsschreibung und im mainstream Journalismus überwiegt natürlich der erste Ausgangspunkt. Ein Problem zu unserer Geschichte ist, dass auch Argumentationen aus der zweiten Perspektive oft Unterstellungen benutzen, die vom Mainstream übernommen worden sind. Dieser hat in Zeiten politischer und intellektueller Regression sozusagen die Deutungshoheit, solange sie nicht grundsätzlich infragegestellt wird.
Noch bevor die Gruppe sich selbst einen Namen gegeben hatte, wurde auf sie der Stempel “Baader-Meinhof” gedrückt, und damit begann die Konstruktion eines Mythos, der sich nicht auf den politischen Hintergrund und Kontext des bewaffneten Kampfs bezog, sondern auf die Personen.
Das ist ein Rezept, das seit der Pariser Kommune 1871 angewandt wird: Personalisierung und Individualisierung als Mittel zur Entpolitisierung. Entpolitisierung heißt: einer Sache die Schärfe zu nehmen, also ihren Inhalt und ihr Wesen.
Das Bild, das hierfür hartnäckig aufrechterhalten wird, ist das einer Gruppe, die in sowas wie einer hierarchischen Kaderpartei organisiert gewesen sei, mit welchen, die Befehle erteilen und welchen, die sie befolgen, angereichert mit Fantasiestories über einzelne Personen. Meistens läuft es darauf hinaus, dass es hier keinen bewaffneten Kampf gegeben hätte ohne das besondere Verhältnis zwischen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof.
Daneben wird der politische Hintergrund in einer stark verkürzten und linearen Weise aus der Chronologie der Studentenbewegung entwickelt, wobei meistens von einer Gewaltspirale ausgegangen wird, in der Polizei und Demonstranten das Niveau der Konfrontation gegenseitig hochgetrieben hätten, aus der dann wieder die angebliche Radikalisierung einzelner Personen abgeleitet wird.
Also eine vermeintliche Gewaltspirale und die Psychologie einzelner, die für den Cocktail herhalten müssen, der dieses Stück Geschichte verständlich machen soll. Das interessante ist, dass in diesen Darstellungen vor allem mit Übertreibungen, Verdrehungen, Fälschungen und abfälligen Sprüchen operiert wird, selten einfach mit Fakten oder auch nur dem Versuch, sie herauszufinden. So wird aus einem historischen Prozess eine (negative) Ikone gemacht. D.h. jeder Hinweis wird ein Hinweis nicht auf reale Fakten, sondern auf etwas, das der jeweilige Historiker oder Journalist daraus selbst gemacht – oder von Kollegen übernommen hat.
Bis vor etwa fünfzig Jahren war es so, dass jemand als Historiker erst etwas bedeutete, wenn er oder sie einiges im akademischen Kreis präsentiert und veröffentlicht hatte. Heutzutage ist man als Historiker nichts, wenn man nicht auf Internet präsent und in den Medien ist. Das bedeutet vielleicht eine gewisse Öffnung und Demokratisierung der akademischen Welt, aber gleichzeitig auch die Notwendigkeit, sich zu vermarkten, im Markt zu bleiben, also im Büchermarkt, in Wikipedia, in den Medien überhaupt.
Jedenfalls ist die Folge dieser Entwicklung in “der” Geschichtsschreibung eine Verwischung der Grenzen zwischen akademischer Forschung und Journalismus, und das heißt ein immer höheres Maß an Abhängigkeit von den Medien und deren Kommunikationsstrategien, im Sinn von Meinungsbildung, Sprachregelungen, Scoops, Markt-Segmentierung, „Time-to-Market“ usw.
Typisch für die Funktionsweise der Medien ist zum Beispiel, dass ein Journalist eine Behauptung in die Welt setzt, die im Laufe der Zeit von hunderten anderen bedenkenlos übernommen wird. Wenn schon sowas wie Quellenangaben gemacht werden, gilt der jeweilige Journalist als die Quelle, und so wird die Behauptung dann in alle Ewigkeit wiederholt, ohne je überprüft zu werden.
Für die Geschichte der RAF heißt das, dass es, abgesehen von Teilgebieten, keine ernsthafte Darstellung zu Entstehung, Verlauf und Politik der Gruppe gibt. Es gibt hunderte Bücher und Dokumentarfilme zur RAF, die jedesmal dieselben Unterstellungen, Vorurteile und Mythen wiederkäuen, hauptsächlich aus Geheimdienst- und Polizeiakten. Und wenn schon etwas neues auftaucht, folgt es derselben voreingenommenen Tendenz, mit Behauptungen, die oft auch einfach erfunden sind. Ich könnte hunderte Beispiele nennen, aber ich denke, es ist relevanter zu sehen, wo die Stereotypen zur RAF herkommen und was davon als offizielle Geschichtsschreibung gilt.
Dazu gibt es drei Namen zu erwähnen: Stefan Aust, Wolfgang Kraushaar, Gerd Koenen.
Zuerst Stefan Aust, der mit Abstand am meisten zitiert und als “RAF Experte” gehandelt wird. Unter Journalisten ist Aust umstritten u.a. wegen seinen dubiosen Informationsbeschaffungspraktiken. Seine Glaubwürdigkeit stützt sich einzig auf die Behauptung, dass er Ulrike Meinhof persönlich gekannt hätte. Fakt ist, dass er als 20-Jähriger bei „Konkret“ gearbeitet hat, zu einem Zeitpunkt, wo diese Zeitschrift vom Sprachrohr der Studentenbewegung zu einem Softporno-Blatt degenerierte und Ulrike als Chefredakteurin im Begriff war, es zu verlassen. Da befreundete er sich mit Ulrikes Ex Klaus-Rainer Röhl, und genau daher stammen die Klischees, die bis heute benutzt werden.
Sofort nachdem Ulrike untergetaucht war, war es die Clique um Röhl, die anfing, Stories zu verbreiten, die auf der angeblichen Psychopathologie einzelner Personen basierten. Daraus hat Alfred Klaus vom Bundeskriminalamt, der später auch bei Familienbesuchen im Knast dabei war, die sogenannten “Psychogramme” zusammengestellt, die schließlich als Stereotypen in den Prozessen und Medien benutzt worden sind. Als Bestandteil der psychologischen Kriegführung und in der besten Tradition der Abteilung “Gegnerforschung” des Reichssicherheitshauptamts.
Austs Standardwerk, „Der Baader-Meinhof-Komplex“, ist ein Wälzer von 800 Seiten, spannend geschrieben. In dem ganzen Buch gibt es keine einzige Quellenangabe. Zwar angeblich wörtliche Zitate, aber nie eine zurückverfolgbare Quelle. Aust hat sowohl den Inhalt als auch den Titel dieses Werks dem Bundeskriminalamt zu verdanken, das alle Akten zu den RAF-Fahndungen unter dem Etikett „Baader-Meinhof-Komplex“ geführt hat. Die davon für die Prozesse präparierten 250 Ordner (etwa 120.000 Seiten) hat er vom Bundeskriminalamt bekommen, als sie noch ausschließlich für die Prozessbeteiligten zugänglich waren, also illegal.
Seine einseitigen Argumente beruhen nicht auf verifizierbaren Fakten, sondern durchwegs auf Erfindungen, Fälschungen und Lügen. Es ist bezeichnend, wie er uns nur zitiert, wo ein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat in sein Gegenteil gedreht werden kann. Ein Beispiel aus vielen: er zitiert eine Notiz von Ulrike, in der etwas steht über die ermutigenden Aktionen der Studentenbewegung – aus “ermutigend” macht er “entmutigend”, um genau das Entgegengesetzte zu suggerieren.
Obwohl er in seinem Buch selbst keine Quellen angibt, ist er die am meisten zitierte Quelle in allem was vorgibt, eine seriöse Beschreibung der RAF-Geschichte zu sein.
Wolfgang Kraushaar – stilisiert sich als Politologe, hatte vor Jahren bei Akademikern einen schlechten Ruf, weil er nichts anderes machte als Chroniken zu sammeln: chronologische Zusammenstellungen, die an sich einen nicht weiter analysierten Kausalnexus darstellen sollten. Durch Zufall bekam er bei Reemtsma die Möglichkeit, gestützt auf Praktikanten und Studenten, mit für andere beschränkt zugänglichen Archiven zu arbeiten – seitdem produziert er am laufenden Band auf Publicity und Hexenjagd abgezielte Unterstellungen. Ein Archivar, der sich als Bulle aufspielt. Das hat viel mit individuellen Überlebensstrategien in einer Situation chronischer Arbeitslosigkeit zu tun.
Gerd Koenen – jahrelang stalinistischer Maoist, seit einigen Jahren mit der Abrechnung seiner eigenen Geschichte beschäftigt, lebt davon, zynische Stories zu schreiben, die den Wahn der 1960er Linken beweisen sollen. Weiß nicht viel über uns zu erzählen, aber konzentriert sich auf die Personalisierung der Vorgeschichte oder, wie er es nennt, der “Vorhölle” der RAF. Wie bei vielen basiert sein Zeugs auf Sachen aus Zeiten weit vor der Existenz der RAF, also auch ohne die geringste Weiterentwicklung der betreffenden Personen zu berücksichtigen. Ein Beispiel seiner
Fälschungen: Gudrun Ensslin bezieht sich in einem Brief ironisch auf einen Zeitungsartikel, in dem das Wort “wahnsinnig” vorkam für alles, was in dieser Gesellschaft nicht konform ist. Koenen nimmt sich daraus ein Wort – “wahnsinnig” – heraus und tischt es als ‘das “wahnsinnige” Element’ im Kampf gegen den Kapitalismus auf, so als ob das auf eine Äußerung Gudruns zurückgehen würde. Banal und dummdreist, Hauptsache es bleibt hängen.
Wie gesagt, andere bauen dann darauf weiter und irgendwann verliert man aus dem Auge, woher es eigentlich kommt. Das hat Methode. So ziemlich alle anderen RAF-Biografen sind Journalisten, die eine Abhängigkeitskette innerhalb eines letztlich homogenen Markts bedienen, in dem Nuancen nur dadurch bestimmt werden, ob sie in einem Blatt für die “breite Masse” oder in einem der so genannten Leitmedien veröffentlichen, also den maßgeblichen Zeitungen und Fernsehprogrammen.
Wir haben gar kein Problem mit Kritik – insofern sie mit Fakten unterbreitet wird und nicht immer wieder mit denselben und unbewiesenen Unterstellungen daherkommt. Brechts „Maßnahme“ und Melvilles „Moby Dick“ müssen immer wieder als Schlüssel zum Verständnis der RAF herhalten, nachdem sie ein- oder zweimal ganz nebensächlich in unserer Knastkorrepondenz erwähnt worden sind, ohne dass jemand von uns sie weiter aufgegriffen hätte. Mir macht es nichts aus, wenn sie als Metapher eingesetzt werden, um eine Story zu erzählen. Es ist ein Blickwinkel. Aber erstens ist es ziemlich lächerlich, darauf wie Aust eine ständig wiederholte ernsthafte Theorie aufzubauen (ohne übrigens wahrzunehmen, dass Moby Dick in Wirklichkeit als Kapitalismuskritik geschrieben worden ist), und zweitens ist es auch nur langweilig, wenn ein Schreiberling nach dem anderen genau dieselbe Story übernimmt – anscheinend ist keiner mehr imstande, sich einen anderen Blickwinkel auszudenken.
Eine einigermaßen authentische Darstellung unserer Geschichte steht bis jetzt noch aus. Da tragen wir selbst natürlich auch eine Verantwortung. Originale wie Strategiepapiere, Erklärungen und Diskussionsstücke sind zwar verfügbar (auf der Webseite socialhistoryportal.org/raf), aber inzwischen ist davon vieles einfach datiert – sie müssen in einem historischen Kontext betrachtet werden, der noch nicht von uns selbst geschrieben worden ist.
Geschichte wird von Menschen gemacht. Ich verneine nicht, dass die Initiative und die Persönlichkeit einzelner in historischen Prozessen bestimmend sein können. Ich sage nur, dass die RAF nicht einfach entstanden ist, weil die eine oder andere Person diese Konsequenz aus der Entwicklung gezogen hat, sondern dass sie die Folge einer objektiven Dynamik ist, die in einem dialektischen Verhältnis zu den Umwälzungsprozessen innerhalb des kapitalistischen Systems in der Zeit gesehen werden muss, einer Dynamik, aus der bewaffnete Gruppen in praktisch allen  kapitalistischen Zentren entstanden sind, und in der diese Gruppen und die sie bekämpfenden Staatsapparate sich jeweils in spezifischen Entwicklungen zu einander verhalten haben.
Für mich ist eine reale Einschätzung der RAF nicht möglich ohne reale Einschätzung der kapitalistischen Entwicklung in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, und das heißt, eine Einschätzung, die darum bemüht ist, Wege zu suchen, die uns aus dem Kapitalismus führen. Ich sage nicht, dass die RAF oder ihre Praxis der Weg ist. Ich rede hier nur darüber, wie Geschichte geschrieben wird. Aber das heißt auch, dass der Kontext oder der Zusammenhang oft wichtiger ist als ein Ereignis an sich.
Im Aufbruch der 1960er Jahre ist die Entstehung der RAF nicht einfach am Verlauf einzelner Gegebenheiten festzumachen. Ich sehe die Entwicklungen, die die Gruppe im Lauf ihrer Existenz durchgemacht hat, innerhalb einer Dynamik, die etwa mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs anfängt, d.h. aus den internationalen Kräfteverhältnissen, die in dieser Zeit festgelegt wurden, und den Transformationsprozessen, die sich daraus ergeben haben. Ich kann das hier nur andeuten, also die Entwicklung der Befreiungsbewegungen in der Dekolonisationsperiode, die Bewegung der Blockfreien, Brüche in den kommunistischen Parteien, neue Organisationsformen, die Frage, wie die Kräfte des Imperialismus zersplittern und die Schwäche der Linken in den kapitalistischen Zentren durchbrechen, dem gegenüber die dritte industrielle Revolution usw.
Wir sind davon ausgegangen, dass wir in diesem Kräfteverhältnis ein politisch-militärischer Faktor sein konnten, um dazu beizutragen, revolutionärem Bewusstsein in den kapitalistischen Zentren wieder ein Stück auf die Beine zu helfen. Für uns selbst war das auch ein existenzieller Prozess.
Der Bildung der RAF sind jahrelange Diskussionen und Erfahrungen vorausgegangen, die weltweit an verschiedenen Orten verschieden gelaufen sind, aber schließlich an den verschiedenen Orten zu ähnlichen Schlußfolgerungen und Entscheidungen geführt haben. Auch für mich ist das kein präziser Moment gewesen, sondern ein Prozess von Jahren.
Gewalt hat in dieser Entwicklung nur eine untergeordnete Stellung eingenommen, weil es dabei nur darum geht, das Gewaltmonopol des Staats zu durchbrechen und ein Gegengewicht gegen die Gewalt des Systems zu entwickeln. Für uns ging es darum, an den Inhalten der Studentenbewegung festzuhalten und revolutionäre Politik weiterzuentwickeln, mit der Illegalität als Bedingung, den Widerstand praktisch zu organisieren, ohne sich bei jeder Bewegung und jeder Vorbereitung gleich ins Blickfeld von Polizei und Infiltranten zu begeben. Es ging darum, eine Basis zu schaffen für Kontinuität und Wirksamkeit im Widerstand gegen das System. Illegalität als das Terrain, als ein Stück “befreites Gebiet”, von dem aus die weitere Entwicklung des Kampfs erst möglich war. Es gab verschiedene Gruppen, die dabei waren, sich in dieser Weise zu organisieren und zu versuchen, sich so ihre Bewegungsfreiheit und Handlungsfähigkeit zu sichern, als Teil eines breiteren Ganzen.
Also auch nicht direkt auf eine Massenbasis abgezielt, sondern auf die Wahrung von Initiative und die Schaffung neuer politischen Möglichkeiten für die Linke. Also sicher mit einer breiteren Perspektive, aber vor allem als Chance, die es in der Situation konkret gab. Noch keine revolutionäre Situation, aber eine Situation, in der die Linke eine Gelegenheit hatte, dem Imperialismus ein Stück Terrain zu entreißen gegen die Restrukturierungsversuche, die schließlich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion als sogenannter “Neoliberalismus” einen Durchbruch erreicht haben, und die aus meiner Sicht vielleicht nicht zu verhindern waren, aber in denen die Linke ein schwereres Gegengewicht hätte erobern können – jedenfalls haben wir das als RAF zusammen mit anderen versucht.
Bewaffneter Kampf, Stadtguerilla, ist hier letztlich nicht über die experimentelle Ebene hinausgekommen, wir haben Fehler gemacht, aber ich denke, dass die Praxis der Stadtguerilla als Versuch notwendig war. Die RAF hat Begriffe wie Kollektivität, Illegalität, revolutionäre Subjektivität, revolutionäre Klasse neu bestimmt. Das sind keine Anleitungen oder Vorschläge für die Zukunft, aber wahrscheinlich schon Spuren – auf die sich Leute vielleicht irgendwann mal wieder besinnen werden oder können.