BRD – HEUCHLEI INS QUADRAT ERHOBEN

Bundesadler BRD steht auf dem Kopf

Heinz

Daniela Klette gewidmet

Auf Friedrich, den sogenannten Großen gehen die Worte zurück: „Wenn unsere Soldaten einen Begriff davon hätten, um was wir kämpfen, so könnte man keinen einzigen Krieg führen“. Feudale und bürgerliche Armeen haben als Gerichtsvollzieher von Ausbeuterklassen Soldatinnen und Soldaten nur durch Massenbetrug und Heuchelei in den Soldatenrock gelockt.

Der Ausbruch des Krieges um die Ukraine am 24. Februar 2022, ein Datum gar der Zeitenwende, kam den europäischen Ausbeuterklassen, besonders den blutsaugenden Finanzkapitalisten, den blutsaugenden Rüstungsindustriellen, den blutsaugenden Getreidegroßagrariern und dem bürgerlichen blutsaugenden Politikerpack, kurz: Den Hauptvolksfeinden wie gerufen. Euros stehen für eine imperialistische Kriegslawine zur Verfügung, Waffen auch, daran mangelt es dank Zeitenwendegeschrei und Sondervermögen nicht, eine Erhöhung des Wehretats von 51,95 Milliarden Euro 2024 auf 53,25 Milliarden Euro 2025 ist so gut wie beschlossene Sache.

Bleibt nur die Frage offen: Wie mobilisieren wir die Völker zu einem imperialistischen Waffengang? Kriege sind, Lenin wies öfters darauf hin, im Imperialismus Völkersache geworden. Offen und ehrlich die Wahrheit zu sagen, dass es um Ausbeutung, Unterjochung, Profite und Rohstoffquellen geht, das geht gar nicht. Die Soldaten imperialistischer Armeen kämpfen nicht für imperialistische Ziele. Gott behüte! Die bürgerliche Gesellschaft bringt aus ihren eigenen Eingeweiden beständig politisch Rosstäuscher hervor, die es geschickt verstehen, bürgerlichen Einfluss in der Arbeiterklasse durchzusetzen, dort wo es am notwendigsten und am schwierigsten ist, sich die Massen moralisch unterzuordnen. Lenin sprach hier vom System Lloyd-Georgeismus, nach dem englischen Minister Lloyd-George, der es verstand, beliebige, sogar revolutionäre Reden vor einem Arbeiterauditorium zu halten. (Vergleiche Lenin, Imperialismus und Spaltung des Sozialismus, Werke, Band 23, Dietz Verlag Berlin, 1960,115). So indoktrinieren unsere Lloyd-Georges heute die Armeen: Nein, nicht für imperialistische Ziele, wird gekämpft, sondern für Freiheit und Demokratie, für „sweet democracy“, wie Brecht sarkastisch anmerkte. Freiheit und Demokratie, das sind die Fata Morganen, die den Soldaten vorgepinselt werden, aber die bittere Realität sieht anders aus.
Eine merkwürdige Demokratie haben wir in der BRD. Eine Demokratie der ausbeutungsintensiv zunehmenden Lohnsklaverei, eine Demokratie des immer größer werdenden Gegensatzes zwischen arm und reich und eine Demokratie der ständig technisch ausgefeilter werdenden Terrorapparate der Armee, der Polizei und der sogenannten Sicherheitsdienste.

Wie die bürgerliche Aufklärung über die Heuchelei der Feudalideologen aufklärten, so müssen wir heute über die Heuchelei des Bürgertums aufklären, dass im Sozialismus die Massen wissen, warum Kriege geführt werden und dass man durch den wissenschaftlichen Sozialismus zwischen gerechten ungerechten Kriegen unterscheiden lernen kann.

Die am 23. Mai 1863 in Leipzig gegründete SPD ist am 23. Februar 2025 bei den Bundestagswahlen mit ihrem bisher schlechtesten BRD-Wahlergebnis ordentlich gerupft worden. Aus ist es mit der zackigen Noske-Kopie Pistorius, mit einem Sozialdemokraten an der Spitze einer Armee der Ausbeuterklassen. Die Christen sind an der Macht.

Das gibt der ganzen Sache der bürgerlichen Heuchelei einen mittelalterlichen bzw. feudal-klerikalen Beigeschmack: Bürgerlich-reaktionäre Armee und Altar. Die Bundeswehr ist seit ihrer Gründung am 12. November 1955 stets eine volksfeindliche Armee der Reichen gewesen. Das Gründungsdatum ist nicht zufällig, es war der Tag des 200. Geburtstags von Scharnhorst, dessen Geist die Bundeswehr jedes Jahr vor seinem Geburtshaus in Bordenau in der Nähe Hannovers beschwört. Und wieder wird die BRD bei der Heuchelei ertappt. Der Bauernsohn in zuletzt preußischen Diensten gegen Napoleons Truppen stehend und am 28. Juni 1813 bei Prag fallend war zwar Monarchist, aber als Sohn der bürgerlichen Aufklärung immerhin so weit, dass er nur noch Defensivkriege für sittlich gerechtfertigt hielt.
Die Statistik gibt folgende Auskunft: Seit 1992 sind 120 Soldaten der Bundeswehr im Ausland gefallen (Stand August 2024), allein in Afghanistan 60. Arme Hunde, die keinen Begriff davon hatten, um was das Kapital kämpft.