Wer ist Daniela Klette?

Aus einem Flugblatt von „Freunde und Besucher von Daniela“

Danielas Politisierung begann bereits im Jugendalter. In den 70er-Jahren setzte sie sich für bessere Haftbedingungen und gegen die Isolationshaft der politischen Gefangenen in der BRD ein. Sie beteiligte sich 1980 an einer Protestaktion gegen das internationale Kolloquium über die europäische Menschenrechtskonvention. Die feierliche Eröffnung in der Frankfurter Paulskirche in Anwesenheit von Bundespräsident Carstens wurde durch die Forderung nach Zusammenlegung, gegen die Isolationshaft massiv gestört und endete in Festnahmen. Erst später wurde Isolationshaft von Amnesty International als weiße Folter geächtet und ist heute weltweit als Folter anerkannt.
Daniela besuchte damals politische Gefangene aus der Roten Armee Fraktion (RAF) und schrieb sich mit ihnen. Die Auseinandersetzung mit dem antiimperialistischen Kampf, dem Kampf der Stadtguerilla in den Metropolen, dem Suchen nach Wegen, die Unmenschlichkeit zu besiegen, begleitete Daniela all die Jahre lang. Die Morde an Ulrike Meinhof, Holger Meins, Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Jan-Carl Raspe, Sigurd Debus und die Todesschüsse gegen Willy Peter Stoll, Elisabeth van Dyck und Wolfgang Grams, der nicht tödliche Kopfschuss gegen Günter Sonnenberg waren nicht nur für Daniela Einschnitte im Leben und zeigte das wahre Gesicht des BRD-Nazi-Nachfolgestaates.
Daniela kämpfte zusammen als Internationalistin, für die Unterstützung der weltweiten antikolonialen Befreiungsbewegungen. Sie war in den 80er-Jahren auch an Aktionen gegen israelische Waren in deutschen Supermärkten beteiligt. Sie demonstrierte für Palästina, El Salvador und nahm an vielen Demos gegen den US-Imperialismus teil. In dieser Zeit kämpfte sie gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens, gegen die Startbahn West. Dabei setzte sie sich gegen die duale Nutzung des militärischen Teils des US-Hauptquartiers auf dem Frankfurter Flughafen, gegen die Kriege in Afrika und Nahen Osten ein.
Sie probierte viele Wege aus, beteiligte sich an einer Hausbesetzung, war in der Friedensbewegung und Antikriegsbewegung gegen den NATO-Doppelbeschluss aktiv, der einen atomar begrenzten Krieg der USA in Westeuropa gegen die Sowjetunion möglich machen sollte. Für die Unterstützung der Hungerstreiks und das Sprühen «ZL» (Zusammenlegung) musste in dieser Zeit mit zwei Jahren Iso-Knast gerechnet werden. Unabhängig von der Repression ließ auch Daniela sich nicht davon abschrecken und bewies mit ihrem Mut und ihrer Entschlossenheit immer, dass die Gefangenen nicht alleine bleiben.